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Jetzt Rathaus. Es wurde von dem Augsburger Fürstbischof Erzherzog von Tirol Sigismund Franz als Jagdschloss errichtet und 1660 vollendet. Den Fürstbischöfen von Augsburg, den Landesherren Hindelangs, diente das Schloß bis 1805 als Sommerresidenz, von wo aus sie zu Pferd und meist mit großer Eskorte Ausflüge zum Mitterhaus oder Grünten unternahmen, vor allem Fürstbischof Clemens Wenzeslaus, Prinz von Sachsen, Sohn König August III. von Polen, dem letzten Schloßherrn vor der 1805 erfolgten Säkularisation. Danach fiel das Schloß an den Staat, später an private Besitzer (als Gasthof zum Hasen), dann an die Marktgemeinde Hindelang, die es zu ihrem Rathaus ausbaute. Im ersten Stock am gewölbten Fürstengang die Verwaltungsräume und die sehenswerte ehemalige Hauskapelle mit frühbarocken Gewölbestukkaturen, jetzt der einzige frühbarocke Profransaal Schwabens. Darin ein reiches Stuckkzierwappen des Fürstbischofs von Freyberg und ein wertvoller, grünglasierter Rokokokachelofen aus dem ehemaligen Salzfaktorhaus.
An der Südseite des jetzigen Rathauses der ehemalige Wirtschaftshof; noch erhalten der ehemalige Stutenhof mit Wappenfresko von Fürstbischof Joseph, Landgraf von Hessen-Darmstadt (1740-1764). |